MicroPython

Bevor es losgeht – Vorbereitungen

Firmware aufspielen und das PicoBoy Studio öffnen. Mehr brauchst du für MicroPython nicht.

Erste Schritte

Zwei Dinge brauchst du, bevor es losgeht: MicroPython auf dem PicoBoy und einen Platz zum Programmieren. Zusammen dauert das keine fünf Minuten.

1. MicroPython auf den PicoBoy spielen

MicroPython ist die Sprache, die auf dem Gerät läuft. Sie wird als eine einzige Datei aufgespielt – danach ist der PicoBoy bereit. Das geht in sechs Schritten:

  1. Lade die MicroPython-Firmware für den PicoBoy herunter (eine .uf2-Datei).
  2. Verbinde den PicoBoy per USB-C mit dem Computer.
  3. Versetze ihn in den Bootloadermodus: Halte die Taste BOOT auf der Rückseite gedrückt und drücke dabei kurz die Taste RES. Dann BOOT loslassen.Rückseite des PicoBoy: links die Taste BOOT, rechts die Taste RES
  4. Am Computer erscheint ein Laufwerk mit dem Namen RPI-RP2, so wie ein USB-Stick.
  5. Kopiere die heruntergeladene .uf2-Datei auf dieses Laufwerk.
  6. Das Laufwerk verschwindet von selbst, der PicoBoy startet neu. Fertig.

Firmware nennt man die Grundsoftware eines Geräts. Beim PicoBoy ist das MicroPython samt allem, was dazugehört. Im Bootloadermodus startet er diese Firmware nicht, sondern wartet auf eine neue. Deshalb meldet er sich am Computer wie ein USB-Stick.

Wenn das Laufwerk nicht erscheint

  • Achte auf die Reihenfolge: BOOT festhalten, RES kurz drücken und loslassen, erst dann BOOT loslassen.
  • Manche USB-Kabel laden nur und übertragen keine Daten. Probiere ein anderes Kabel aus.

Du musst dir das nicht merken: Im PicoBoy Studio führt dich „Dateien“ → „MicroPython installieren…“ Schritt für Schritt durch genau diesen Vorgang und hält die Datei bereit.

Deine eigenen Programme bleiben dabei erhalten. Die .uf2-Datei beschreibt nur den Firmware-Bereich des Speichers; der Teil mit deinen Dateien wird nicht angefasst.

In dieser Firmware steckt alles drin, was der PicoBoy braucht: MicroPython 1.29, die Gerätebibliothek picoboy.py und das Startmenü, über das du deine Spiele direkt am Gerät auswählst.

Das Startmenü richtet sich nur dann von selbst ein, wenn der Speicher noch leer ist. War auf dem Gerät vorher schon MicroPython, bleibt es aus – dann holst du es im Studio über „Dateien“ → „Startmenü installieren…“ nach.

2. Das PicoBoy Studio öffnen

Programmiert wird im PicoBoy Studio. Es läuft online, du musst nichts installieren: Seite öffnen und schreiben.

Oben rechts wählst du, wohin dein Programm geht. Mit Verbinden überträgt das Studio es auf den angeschlossenen PicoBoy. Ist gerade keiner zur Hand, wählst du stattdessen Emulator – dann läuft das Programm auf einem PicoBoy im Browser, mit Display, Joystick, LEDs und Ton.

Nutze dafür am besten Google Chrome. Nur Browser auf Chromium-Basis können über USB mit dem PicoBoy sprechen. Windows, Linux und macOS funktionieren gleichermaßen.

Beim ersten Klick auf Verbinden öffnet der Browser ein kleines Fenster mit den angeschlossenen Geräten. Wähle dort den PicoBoy aus und bestätige. Ist die Liste leer, prüfe das USB-Kabel und ob die Firmware aufgespielt ist. Im Bootloadermodus taucht der PicoBoy dort nicht auf.

PicoBoy Studio öffnen

Was ist mit der picoboy.py?

Die Datei picoboy.py gibt dir bequemen Zugriff auf Display, Joystick, LEDs und Beschleunigungssensor. Früher musste man sie von Hand auf das Gerät kopieren – das ist nicht mehr nötig. In der Firmware von oben steckt sie fest eingebaut, from picoboy import PicoBoy funktioniert also sofort. Sie taucht auch nicht in der Dateiliste auf und lässt sich nicht versehentlich löschen.

Als einzelne Datei gibt es sie weiterhin als Download, zum Nachlesen oder Anpassen. Zum Programmieren brauchst du sie nicht.

Liegt eine eigene picoboy.py im Speicher des Geräts, hat sie Vorrang vor der eingebauten – Python sucht zuerst im Speicher. Wenn du die eingebaute nutzen möchtest, lösche oder benenne die eigene Datei um. Das Studio bietet das beim Einrichten von selbst an.

Lieber ein Programm auf dem Rechner?

Der PicoBoy ist ein ganz normales MicroPython-Gerät. Wer möchte, kann ihn auch mit einer Entwicklungsumgebung auf dem eigenen Rechner programmieren – am Vorgehen oben ändert das nichts, MicroPython wird genauso aufgespielt.